Pension Management
2. September 2013

portfolio Awards: Feedback als Antrieb begreifen

Interview mit Dr. Andreas Kretschmer, Hauptgeschäftsführer der Ärzteversorgung Westfalen-Lippe (ÄVWL) und 2012 Preisträger bei den portfolio Awards in der Kategorie „Bestes Versorgungswerk“.

Herr Dr. Kretschmer, aus welchen Gründen hat sich die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe um die portfolio institutionell Awards beworben?
Das hat vielschichtige Gründe. Wir gehen innovative Wege mit unseren Kapitalanlagen. Gleichwohl fragen wir uns, wie diese von einer externen Jury
bewertet werden und wie wir als Ärzteversorgung Westfalen-Lippe im Vergleich
zu anderen Versorgungswerken unserer Größe dastehen. Dies sind für uns
wichtige Fragestellungen, um die eigenen Prozesse und die identifizierten Trends konsequent zu hinterfragen. Der Sieg in der Award-Kategorie „Bestes Versorgungswerk Deutschlands“ hat uns in unserer Strategie – nämlich Anlagen unabhängig von den volatilen Kapitalmärkten zu tätigen – bestärkt.
Dieser Preis ist auch ein Außensignal und zugleich „Beweis“ für unsere Mitglieder und Rentner, die natürlich ein hohes Vertrauen in uns setzen.

Wie hoch war denn der Aufwand für die Bearbeitung der Fragebögen?
(Lacht) Die Fragebögen gehen sehr ins Detail – sie hinterfragen Prozesse, Ziele und auch Ergebnisse. Doch neben der reinen Award-Teilnahme sind sie für uns und unsere Mitarbeiter auch ein internes „Projekt“ – mit Hilfe der Fragen können wir unsere internen Prozesse kritisch überprüfen und sind damit
laufend auf dem aktuellen Stand.

Kam es durch die Teilnahme zu unerwarteten Nebeneffekten?
Ja, natürlich. Wir haben zum Beispiel die eine oder andere bedeutende Prozessoptimierung identifiziert. Derartige Erkenntnisse sind im Arbeitsalltag
sehr hilfreich.

Und was war der Hauptnutzen?
Neben der Bestätigung unserer Arbeit durch eine unabhängige Fachjury vor allem das Feedback unserer Mitglieder und Rentner sowie der Mitarbeiter und Kollegen. Dieses große Lob hat das Vertrauen in unsere Arbeit auch vor dem Hintergrund der derzeitigen schwierigen Kapitalmarktlage gestärkt.

Sehen Sie in den portfolio institutionell Awards eigentlich auch einen Nutzen für die Gesamtbranche?
Ich kann diese Frage natürlich nicht für andere beantworten, doch ich gehe davon aus, dass der Vergleich und der Austausch im Rahmen der alljährlichen Award-Veranstaltungen für andere Versorgungswerke ebenso interessant ist wie für mich. Wir wollen unsere innovativen Ideen schließlich auch für andere Versorgungswerke umsetzbar machen. Immer komplexere Due-Diligence-Prüfungen und rechtliche Strukturen lassen aus unserer Sicht eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Versorgungswerken sinnvoll erscheinen. So haben sich bereits einige Versorgungswerke an unseren Engagements, etwa im Rahmen des Infrastrukturprojekts „Amprion“, unterbeteiligt. Unser Netzwerk
kann somit noch größer und letztlich auch besser ausgestattet werden.

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