Strategien
26. Oktober 2020

PRI-Reportings adressieren Menschenrechte

Investoren sollen Menschenrechte berücksichtigen. PRI formuliert entsprechende Empfehlungen.

Die PRI haben in der vergangenen Woche einen Report zu Menschenrechten veröffentlicht. Darin formuliert die PRI, auf Grundlage weltweit geltender Menschenrechte, warum und wie diese in Anlagestrategien berücksichtigt werden sollten. Die Organisation werde deshalb Fragen zur Einhaltung der Menschenrechte in ihre Reportings aufnehmen. Die Unterzeichner können diese bis 2022 freiwillig beantworten, danach sind sie verpflichtend.

Namhafte Investoren haben den PRI bestätigt, dass sich die Einhaltung internationaler Standards – und damit die Vermeidung möglicher negativer Folgen für die Menschen – positiv auf das Risikomanagement auswirkt und dabei unterstützt, den steigenden Anforderungen der Kunden, der Aufsichtsbehörden und anderen Interessengruppen zu entsprechen. „Unsere Unterzeichner haben klar adressiert, dass sich die PRI stärker auf soziale Fragen und die Menschenrechte fokussieren soll“, erklärt Fiona Reynolds, CEO der PRI. „Wir erleben in der Covid-19-Pandemie wie diese Themen in den Vordergrund gerückt sind. Unser Ziel ist es, dass in fünf Jahren alle Unterzeichner Menschenrechte in ihrem Investmentprozess berücksichtigten. Die Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte hat das Potenzial einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der SDGs (Sustainable Development Goals) zu leisten – mit den damit verbunden Vorteilen für die Menschen, den Planet Erde und den Wohlstand.“

Investoren, so die PRI, haben die einzigartige Möglichkeit, Wertschöpfungsketten zu beeinflussen, indem sie Erwartungen formulieren, auf Unternehmen einwirken und ein Vorbild sein können. Der Bericht der PRI spricht von einer dreigeteilten Verantwortung und nennt drei Maßnahmen, mit denen die Unterzeichner den Menschenrechten Respekt zollen. Politisches Commitment, Due-Diligence-Prozesse und der Zugang zu Rechtsmitteln. Die PRI vertritt 3000 Unterzeichner mit 103 Billionen Assets-under-Management.

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