Alternative Anlagen
10. April 2026

Private Debt: immer noch attraktiv, aber auch noch anspruchsvoller

Private Debt bekommt derzeit viele Schlagzeilen – ein guter Anlass, um die Asset-Klasse genauer zu betrachten. Drei Fachleute analysieren den Markt und beleuchten dabei unterschiedliche Aspekte.

In den vergangenen Jahren hat sich Private Debt vom Randthema zu einem festen Bestandteil institutioneller Portfolios entwickelt. Die Relevanz der Anlageklasse spiegelt sich nun zum Beispiel in der zunehmende Fülle an Studien und Konferenzformaten wider.

Und auch wir begleiten die Entwicklung nun schon seit vielen Jahren in unserer Private-Markets-Rubrik. In der April-Ausgabe 2026 von portfolio institutionell melden sich nun drei Experten zu Wort und beleuchten unter der Überschrift „Private Debt: immer noch attraktiv, aber auch noch anspruchsvoller“ einzelne Aspekte, die jetzt besonders relevant sind. Die Autoren sind Professor Dr. Michael Flad von der Hochschule Esslingen sowie Damien Guichard (Allianz Global Investors) und Markus Bannwart (Universal Investment).

Private-Debt-Strukturen sind gefragt

Markus Bannwart arbeitet in seinem Beitrag unter anderem heraus, dass es Banken aufgrund der stetig steigenden regulatorischen Anforderungen bei der Vergabe von Krediten weiterhin schwer fällt, Kredite zu bewilligen. Der Managing Director und Head of Alternative Investments & Structuring bei Universal Investment sieht darin einen Grund, warum sich Private-Debt-Strukturen weiterhin großer Nachfrage erfreuen dürfen. „Flankiert wird dieser Trend auch durch die neuere Gesetzgebung, wie AIFMD II und das Standortfördergesetz in Deutschland“, so Bannwart. „Mit diesen Entwicklungen werden bessere und standortübergreifende vergleichbare Rahmenbedingungen für kreditvergebende Fonds geschaffen.“

Damien Guichard, Head of European Direct Credit bei Allianz Global Investors, wirft in seinem Beitrag ein Schlaglicht auf den europäischen Private‑Debt‑Markt. Dieser habe in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen, so Guichard. „Aus einer Nischenalternative zum US‑Markt wurde eines der dynamischsten Segmente. Die Entwicklung wird getragen von strukturellen Änderungen im Finanzierungsumfeld sowie vom steigenden Investitionsbedarf europäischer Unternehmen.“ Private Credit könne dabei verlässliche, flexible und auf die Bedürfnisse der Unternehmen zugeschnittene Finanzierungslösungen bieten, argumentiert Guichard.

Und nach Einschätzung von Professor Dr. Michael Flad von der Hochschule Esslingen bleibt Private Debt ein attraktives Segment der Private Markets. Es erfordere aber differenzierte Analysen. „Der Anlageerfolg hängt weniger von der reinen Allokation in die Asset-Klasse ab, als von der sorgfältigen Auswahl von Segmenten, Sektoren und Managern“, erläutert Flad. Die vollständigen Analysen der drei Autoren in unserer aktuellen Private-Markets-Rubrik stehen hier.

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