Mai 2026: Die drei „E“s von Private Equity: Exits, Evergreens und Equivalents


Engpass Exits

Nach drei schwierigen Jahren erholte sich das Exit-Volumen der Private-Equity-Branche im Jahr 2025 laut Preqin auf 1,3 Billionen US-Dollar, getrieben durch einen globalen M&A-Boom, verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen und veränderte Unternehmensanforderungen. Der Rekordwert von 2021 mit 1,6 Billionen US-Dollar bleibt jedoch unerreicht.


Private Equity Benchmarking mit dem PME

Investoren erwarten aufgrund der Illiquidität von Private Equity höhere Erträge als bei Aktien. Ob dieses Ziel erreicht wird, lässt sich anhand eines Vergleichs mit dem verfügbaren Anlageuniversum (Benchmarking) beurteilen. Geeignete Benchmarks sollten transparent, investierbar, messbar und repräsentativ sein. Für Aktien etablierten sich breite Marktindizes. Die Performancemessung von Private Equity ist jedoch aufgrund der Investitionen und Rückflüsse über mehrere Jahre sowie fehlender Börsenkurse erschwert.


Ausweichstrategien und Konsolidierung

Private-Equity-Fonds sitzen nach wie vor auf tausenden Unternehmens-Beteiligungen, während die Haltedauern steigen und Ausschüttungen stagnieren. Auf den Exit-Stau reagieren die selten um Lösungen verlegenen Manager mit Ausweichmechanismen. Continuation Funds und Secondaries machen inzwischen einen relevanten Exit-Anteil aus. Diese „internen Verkäufe“ lösen jedoch das Grundproblem nicht: Es fehlt an echten Käufern.