Stiftungen
24. Februar 2020

RAG-Stiftung bestätigt Interesse an Thyssen-Krupps Aufzügen

Im Bieterwettbewerb gegen kanadischen Pensionsfonds. RAG-Stiftung im Verbund mit Advent und Cinven.

Die RAG-Stiftung bestätigt die Kaufabsichten bezüglich der Aufzugssparte von Thyssen-Krupp. In einem am Samstag in der FAZ veröffentlichten Interview bestätigte der Vorsitzende der RAG-Stiftung, Bernd Tönjes, sich dem Bieterkonsortium um die beiden Private-Equity-Größen Advent und Cinven angeschlossen zu haben. „Wir sind ja immer auf der Suche nach lukrativen Investments, weil wir verlässliche Erträge brauchen, um unsere Aufgaben für den Nachbergbau zu erfüllen. Deshalb haben wir uns sehr früh mit dem Thema befasst, als Thyssen-Krupp dieses Geschäft zum Verkauf gestellt hat“, so Tönjes.

Im Wettbewerb steht diese Bietergemeinschaft mit einem anderen Konsortium, bei dem sich mit dem Canada Pension Plan Investment Board und Blackstone und Carlyle ebenfalls ein institutioneller Investor mit zwei Beteiligungsfonds verbündet hat. Allerdings besteht das RAG-Advent-Cinven-Konsortium noch aus weiteren finanziellen Partnern im Hintergrund, erläuterte Tönjes.

Gefragt, warum es der RAG-Stiftung Aufzüge angetan haben, antwortete Tönjes, dass es größte Priorität habe, möglichst breit zu investieren, um dauerhaft hohe Erträge zu erzielen und Risiken zu minimieren. „Das gebietet der Stiftungszweck, damit nicht irgendwann der Steuerzahler für die Ewigkeitsaufgaben, also die Altlasten des Bergbaus, aufkommen muss. Dafür sind wir in unterschiedlichen Märkten unterwegs.“

Sollte es mit dem Deal klappen, könnten jedoch bei einem solchen Konsortium unterschiedliche Vorstellungen bezüglich des Zeithorizonts des Investments zutage treten. „Wir verfolgen bei unseren Engagements langfristige Interessen“, kündigt Tönjes an. Für Private-Equity-Investoren ist jedoch auch der Exit immer ein wichtiger Aspekt.

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