Pensionskassen
21. Juni 2013

Regulierung zwingt Schenker Pensionskasse zum Outsourcing

Die regulatorischen Anforderungen kann eine einzelne Pensionskasse nicht mehr bewältigen, so die Überzeugung von Robert Windischmann, Vorstandsvorsitzender der Schenker Pensionskasse. Trotz rund 256 Millionen Euro an Kapitalanlagen sieht sich die Kasse nun zur Auslagerung ihrer Verwaltung gezwungen.

Der Schenker Pensionskasse werden die regulatorischen Anforderungen zu viel. Als Konsequenz daraus hat sich die zur Deutschen Bahn gehörende Altersvorsorgeeinrichtung entschieden, sich der Hamburger Pensionsverwaltung (HPV), die auf die Verwaltung von Pensionskassen spezialisiert ist, anzuschließen.
„Ein Großteil unserer Arbeit dient nicht mehr den begünstigten Arbeitnehmern, sondern der Erfüllung bürokratischer Anforderungen", erklärt Windischmann. Zu diesem Schritt beigetragen hat nicht zuletzt auch die Ankündigung des EU-Binnenministers Michel Barnier. Im Herbst will die EU-Kommission einen Vorschlag für mehr Kontrolle, Transparenz und eine Ausweitung der Berichtspflichten von Pensionseinrichtungen vorlegen. „Das ist von einer einzelnen Pensionskasse nicht mehr zu bewältigen. Mit dem Schritt zur HPV haben wir eine optimale Zukunftslösung für unsere Pensionskasse erreicht. Durch zahlreiche Synergieeffekte erreichen wir eine deutliche Kosteneinsparung und haben Zugang zu neuen Arten der Kapitalanlagen, die nur mit einem großen Partner oder im Verbund rentabel realisiert werden können", so Windischmann.
Die Kapitalanlagen der Schenker Pensionskasse, die aktuell 6.870 Mitglieder hat, belaufen sich auf 256,5 Millionen Euro. Diese und das Risikomanagement werden seit Juni von der HPV gemanagt. In einem nächsten Schritt sollen zum 1. Januar 2014 auch alle weiteren Verwaltungsaufgaben auf die HPV übergehen, wie die in Hamburg ansässige Gesellschaft mitteilte. „Die Selbstständigkeit der Schenker Pensionskasse bleibt trotz der Übernahme der Verwaltung durch die HPV erhalten. Alle Versorgungszusagen, das Vermögen und die Aufsichtsgremien bleiben unverändert“, erklärte Hans Stapelfeldt, Vorstandsvorsitzender der HPV. „Das ist unser Konzept: Weder Name noch Leistung der Pensionskasse ändern sich, sie bleibt in ihrer bisherigen Form bestehen, nur die Last und das Risiko für den Arbeitgeber minimieren sich", fügte er hinzu.
Die Schenker Pensionskasse ist damit die siebte Pensionskasse, die unter der Verwaltung der HPV steht. Laut Unternehmensangaben wird unter anderem die Hamburger Pensionskasse und die Hamburger Pensionsunterstützungskasse betreut. Zudem stehen als Versorgungseinrichtungen großer Unternehmen die zur Swiss Re gehörende Frankona Pensionskasse, die Henkel Versorgungskasse und die Phoenix-Pensionskasse aus dem Continental-Konzern unter Verwaltung der HPV. Insgesamt betreut die Hamburger Pensionsverwaltung eigenen Angaben zufolge ein Vermögen von 7,2 Milliarden Euro.
portfolio institutionell newsflash 19.06.2013/kbe
 

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