Recht, Steuer & IT
18. April 2013

Risiken bei Energieanlagen richtig kalkulieren

Erneuerbare Energien stehen bei institutionellen Investoren auf dem Einkaufszettel weit oben. Gefragt sind die unkorrelierten, stetigen und staatlich garantierten Cashflows. Doch was ist mit den Risiken? Der GDV beleuchtet in einer Broschüre das Gefährdungspotenzial.

Das Spielfeld der Erneuerbaren Energieformen ist groß und stellt die Akteure vor vielfältige Herausforderungen. Dabei ist nicht nur das technische Know-how unter institutionellen Anlegern und Consultants ein seltenes Gut. Auch die Risiken, die mit dem Betrieb einhergehen, wollen bedacht werden, damit ein augenscheinlich renditeträchtiges Projekt nicht in einer Investitionsruine endet. Ein Beispiel: Beim Ausbau und Betrieb von Windparks auf dem offenen Meer entsteht ein Schadenpotential in noch nie dagewesenem Ausmaß. Naturgewalten können bei Offshore-Windparks, den sogenannten Konverterplattformen und Stromnetzen leicht Schäden in Milliardenhöhe verursachen. 
Die mit rund 400 Seiten umfangreiche Broschüre des GDV, die Siehier herunterladen können, gibt einen Überblick über die technische Entwicklung und das technische Gefährdungspotenzial der Erneuerbaren Energien. Im Mittelpunkt steht die Analyse der Schäden, die während des Betriebes von Energieanlagen entstehen können. Einerseits geben die Autoren einen umfangreichen technischen Überblick über die am Markt gängigen Energieträger, darunter Wasser- und Windkraft sowie Sonnenenergie, Biomasse bis hin zu Brennstoffzellen und Geothermie. Auf der anderen, sicherlich nicht weniger spannenden Seite werden jene Technologien beleuchtet, die bislang von untergeordneter Bedeutung sind. Dazu zählen etwa Aufwind- und Gezeitenkraftwerke. 
Darüber hinaus bieten die Autoren einen interessanten Einblick in Schadenpotenziale und Schadenszenarien, beispielsweise für Haftungsrisiken und Totalschäden. Ein aus Investorensicht zentrales Thema kommt in der Broschüre ebenfalls nicht zu kurz. Die Rede ist von der Versicherbarkeit von Elementarrisiken und Betriebsunterbrechungsrisiken, wie sie tagtäglich auftreten können. Ein anschauliches Exempel aus der Praxis zu Sturmschäden wird vom Germanischen Lloyd in Hamburg beigesteuert. Zu den Autoren gehören unter anderem der Energieforscher Dr. Kurt Rohrig und Dietrich-Uwe Oppers, der bei Ergo den Bereich „Technische Versicherung“ leitet.
Laut GDV unterstützen die Informationen den Betreiber von Energieanlagen und den Versicherer gleichermaßen bei der Risikoanalyse und -bewertung. Die Versicherungslobby unterstreicht im Hinblick auf die achte Neuauflage der Broschüre „Erneuerbare Energien“, diese sei weit mehr als nur die redaktionelle Aktualisierung einer risikotechnischen Gesamtschau über alternative Energietechnologien. Sondern einmal mehr ihr Bekenntnis zur Unterstützung der notwendigen Anpassungsprozesse unseres Landes an den Klimawandel. 
portfolio institutionell newsflash 15.04.2013/tbü
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