Versicherungen
25. September 2018

R+V baut Aktien und Alternatives aus

„Wir sind ein überzeugter Aktieninvestor.“ CFO Michallet im Interview.

„Wir haben auf Konzernebene eine relativ hohe Aktienquote von rund acht Prozent – und an der halten wir auch fest“, outete sich der Finanzvorstand der R+V Versicherung, Marc Michallet, in einem Interview mit dem Handelsblatt als Aktien-Fan. „Wir sind ein überzeugter Investor in Aktien und wollen deren Anteil weiter leicht aufstocken um etwa einen halben Prozentpunkt in diesem Jahr. Wir gehen allerdings bei dieser Aufstockung jetzt etwas langsamer vor, als wir das noch Anfang des Jahres gedacht hätten.“

Alternatives: eigenes Vehikel, eigenes Tempo
In dem Zeitungsinterview gab Michallet noch weitere Einblicke in die Kapitalanlagestrategie der genossenschaftlichen Versicherung. Demnach bestehen ebenfalls Ausbaupläne für Infrastruktur. Auch Finanzierungen seien attraktive Sektoren. Der Weg in diese alternativen Asset-Klassen führt für die R+V allerdings nicht über Fondsstrukturen von externen Anbietern, da diese unter Druck stehen, das Geld auch wieder zügig anzulegen. „Wir haben unser eigenes Vehikel aufgesetzt und gehen zum Beispiel bei dem Thema Infrastrukturfinanzierungen in Kooperationsvereinbarungen – und lassen uns dabei eine hohe Transparenz garantieren“, so CFO Michallet. „Wir können hier das Tempo selbst bestimmen und investieren nur, wenn die Banken einen Teil des Investments auf der eigenen Bilanz behalten. Das halte ich für wichtig, um die Kontrolle zu behalten und nicht in der Informationskette benachteiligt zu werden.“

In Italien untergewichtet
Kritischer fällt der Blick auf die Schwellenländer und deren Zinsprobleme aus. „Wir haben in unserem Portfolio bereits vor einiger Zeit das Risiko reduziert, indem wir es stärker auf europäische Schwellenländer konzentriert haben“, so Michallet zum Handelsblatt. Auch italienische Staatsanleihen seien seit Langem untergewichtet. Die R+V kam Ende 2017 auf Konzernebene auf ein Kapitalanlagevolumen von knapp 100 Milliarden Euro, in der Leben auf 53 Milliarden Euro.

portfolio institutionell 25.09.2018/Patrick Eisele

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