Versicherungen
10. Februar 2022

R+V: Net Zero bis 2050

Transformation statt Ausschluss. Erstes Zwischenziel betrifft Aktien und Unternehmensanleihen.

Die R+V setzt sich ein Klimaziel für ihre Kapitalanlage. Abgeleitet aus internationalen Klimaschutzabkommen und im Einklang mit den Klimazielen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und des Bundesverbandes der Volksbanken Raiffeisenbanken (BVR) strebt die R+V bis 2050 Treibhausgasneutralität (Net Zero) in ihrem gesamten Kapitalanlagenportfolio an. Der GDV teilte bereits Anfang 2021 mit, dass deutsche Versicherungen spätestens im Jahr 2050 klimaneutral anlegen.

Wie die R+V mitteilt, habe man als einer der führenden Lebensversicherer und Vermögensverwalter in Deutschland mit einem Anlagevolumen von mehr als 130 Milliarden Euro einen wichtigen Hebel, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. „Wir haben eine große Verantwortung, die wir auch wahrnehmen. Seit Anfang 2020 verfolgen wir eine Strategie zur Integration von Nachhaltigkeitskriterien in den Investmentprozess, die sogenannte ESG-Integrationsstrategie. Das heißt, dass wir unsere Geldströme nach den Kriterien E (environment), S (social) und G (governance) steuern“, erklärt Finanzvorstand Marc Michallet, der zugleich Vorsitzender der R+V-Nachhaltigkeitskommission ist. „Das neue Klimaziel wird ein zentraler Teil dieser Strategie.“

Das gesamte Kapitalanlageportfolio der R+V auf die neuen Nachhaltigkeitsziele auszurichten, sei jedoch mit Blick auf Renditeanforderungen ein anspruchsvolles Unterfangen, das nicht von heute auf morgen zu stemmen sei. Die R+V Versicherung setzt bei ihren Anlageentscheidungen statt des Ausschlussprinzips auf Transformation. Dabei steht die Finanzierung des Umbaus zu einer nachhaltigen Wirtschaft im Vordergrund. Die R+V begleite diese auf dem Weg zu einer ESG-konformen Unternehmensführung. Der Ausschluss eines Investments sei nur das letzte Mittel.

In 5-Jahresschritten zur Klimaneutralität

Erstes Zwischenziel auf dem Weg zur Klimaneutralität: Bis 2025 will die R+V die gemessene CO₂-Intensität in den Asset-Klassen Aktien und Unternehmensanleihen um 20 Prozent reduzieren. „In diesen Asset-Klassen sind wir in Unternehmen investiert, die derzeit etwa 95 Prozent unserer errechneten CO₂-Intensität ausmachen“, erläutert Michallet. „Wir werden dann sukzessive zusätzliche Asset-Klassen einbeziehen und uns in 5-Jahresschritten weitere quantitative CO₂-Reduktionsziele setzen.“

Die genossenschaftliche R+V Versicherung unterstützt bereits eine Vielzahl von UN-Initiativen, so den Global Compact (GC), die Global Reporting Initiative (GRI), die Principles for Responsible Investment (PRI), die Principles for Sustainable Insurance (PSI) und die Sustainable Development Goals (SDG) – ganz im Sinne des Green Deal der EU und der Klimaanstrengungen der Bundesregierung.

 

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