Soziale Infrastruktur bietet interessantes Risk-Return-Profil – und Impacts
CBRE und Hamburg Team veröffentlichen Report zur Sozialen Infrastruktur. „Privates Kapital kann entscheidende Lücke schließen.“
Wer sich über soziale Infrastruktur informieren will, kann nun in einem neuen Report fündig werden. Mit „Soziale Infrastruktur: Eine Investition in die Zukunft“ haben CBRE und Hamburg Team eine umfassende Studie über die aktuellen Entwicklungen, Potenziale und Herausforderungen dieses Marktsegments veröffentlicht. Zudem enthält der Report Gastbeiträge sowie die Perspektiven zahlreicher Interviewpartnerinnen und -partner aus Kommunen, Projektentwicklung, Bildungsträgerschaft, Finanzwesen und institutionellem Investment.
„Bildungs-, Gesundheits- und öffentliche Einrichtungen sind zentrale Bausteine einer leistungsfähigen sozialen Infrastruktur. Sie schaffen Stabilität, unterstützen den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ermöglichen nachhaltige Entwicklung. Gerade in Zeiten tiefgreifender wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen gewinnt verlässliche soziale Infrastruktur weiter an Bedeutung“, sagt Dr. Jan Linsin, Head of Research bei CBRE.
Auch Sebastian Schlansky, Geschäftsführer Gesundheitsimmobilien & Soziale Infrastruktur bei Hamburg Team, betont den wachsenden Stellenwert: „Wir sehen ein deutlich zunehmendes Interesse seitens der Investoren, vor allem bei Bildungsimmobilien. Denn die Nachfrage in den Kommunen steigt rasant, während die Projektpipeline noch nicht mithalten kann. Privates Kapital kann hier eine entscheidende Lücke schließen.“
Investitionen in Bildungsimmobilien zeichnen sich laut den Studienautoren durch ein attraktives Investmentprofil aus. Sie bieten langfristige Mietverträge mit Laufzeiten von bis zu 30 Jahren, die Mieter zeigen eine hohe Standorttreue und der Flächenbedarf ist weitgehend konjunkturunabhängig. Gleichzeitig eröffnen die Objekte Investoren vielfältige Einstiegsmöglichkeiten, vom klassischen Sale‑and‑Lease‑Back über Projektentwicklungen bis hin zu öffentlich‑privaten Partnerschaften (ÖPP) in Zusammenarbeit mit Kommunen.
Den höchsten sozialen Impact attestiert der Report Schulen und Kitas. Diese bieten eine Rendite von 4,5 bis fünf Prozent. Zu Renditen, Risiken und Impacts äußert sich in der Studie auch Felix Frankl, Head of Real Estate der EZVK: „Das oberste Ziel bei der Kapitalanlage ist es, für unsere Versicherten eine Rendite zu erzielen, die mindestens dem internen Rechenzins entspricht. Danach kommen die ESG-Kriterien. Je nach Gewichtung können wir eine geringere Rendite – jedoch immer mindestens der interne Rechenzins – akzeptieren, wenn beispielsweise soziale Aspekte erfüllt werden.“ Die Evangelische Zusatzversorgungskasse hat bereits in verschiedene Segmente der sozialen Infrastruktur investiert. Insbesondere sei man beim Thema Wohnen, der Pflege und im Seniorenbereich sowie bei öffentlichen Einrichtungen aktiv.
Autoren: Patrick EiseleSchlagworte: Soziale Infrastruktur
In Verbindung stehende Artikel:

Schreiben Sie einen Kommentar