Alternative Anlagen
1. September 2014

Sparkassen-Versicherung und die Württembergische investieren in Venture Capital

Wagniskapitalfonds des Landes Baden-Württemberg soll junge Unternehmen fördern. Finanzierungsvolumen von rund 20 Millionen Euro.

Der neue Venture-Capital-Fonds Baden-Württemberg stellt ab sofort für junge, innovative Unternehmen im Land Mittel von bis zu 20 Millionen Euro bereit. Dies teilte das Grün-Rot-regierte Bundesland in der vergangenen Woche mit. Das Geld werde in Form von Minderheitsbeteiligungen in technologieorientierte Unternehmen investiert, die sich in der schwierigen Start-up-Phase nach ihrer Gründung befinden. Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft bringt vier Millionen Euro in den Fonds ein. Die SV Sparkassen-Versicherung Lebensversicherungs AG und die Württembergische Versicherung AG beteiligen sich mit jeweils zwei Millionen Euro. Die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg managt den Fonds und ist vertraglich verpflichtet, zusätzlich immer im Verhältnis 1:4 zu investieren. Darüber hinaus könne die MBG in Form von offenen oder in einer späteren Phase von stillen Beteiligungen das Finanzierungsvolumen auf insgesamt rund 20 Millionen Euro ausweiten. Geschäftsführer der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg ist Dirk Buddensiek.

Alexander Mayer, Generalbevollmächtigter der Württembergische Versicherung AG und Geschäftsführer der W&W Asset Management teilt anlässlich der Investition mit, dass diese aus Sicht eines institutionellen Kapitalanlegers eine attraktive Bereicherung des Investmentportfolios darstellt, man sich aber auch freue, mit dieser Anlage Hightech-Firmen im Stammland Baden-Württemberg zu fördern. „So treffen beim VC Fonds Baden-Württemberg eine klar kalkulierte Investmententscheidung und die Unterstützung regionaler junger Unternehmen auf ideale Weise zusammen." Dr. Michael Völter, Finanzvorstand der Sparkassen-Versicherung, betont die enge Verbindung eines Regionalversicherers mit den Unternehmen im Ländle. „Was liegt für uns als Versicherer also näher, als gleich zwei Ziele mit einer Investition zu verfolgen: Unsere Kapitalanlagen in der Region zu platzieren und gleichzeitig jungen, aufstrebenden Unternehmen durch Venture Capital zu ermöglichen, ihre innovativen Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen am Markt zu etablieren und sich zu starken Unternehmen zu entwickeln."

Gemäß dem VC-Panel von FHP Private Equity Consultants investierten die Panel-Teilnehmer, 30 führende Beteiligungsgesellschaften in Deutschland, im zweiten Quartal 102 Millionen Euro. Bezieht man externe Syndizierungspartner mit ein (häufig ausländische VCs im Rahmen von Auslandsinvestments), wurden insgesamt 332 Millionen Euro investiert. Das durchschnittliche Investitionsvolumen pro Investment (ohne öffentliche Investoren) betrug eine Million Euro. Aktivster privater Investor war im vergangenen Quartal die IBB Beteiligungsgesellschaft. Die Tochtergesellschaft der Investitionsbank Berlin stellt Technologieunternehmen und Unternehmen aus der Kreativwirtschaft Venture Capital zur Verfügung. Zu den größten Venture-Capitalisten des Panels nach Fondsvolumen zählen: Earlybird, HTGF, Holtzbrinck, IBG, KfW, MIG, Siemens VC, TVM und Wellington.
portfolio institutionell newsflash 01.09.2014/Patrick Eisele

Autoren:

In Verbindung stehende Artikel:

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.