Asset Management
17. Februar 2021

Staaten verlangsamen Rating-Herabstufungen

Iosco untersucht Auswirkung der staatlichen Unterstützungen auf Ratings. Vorzeitiger Ausstieg als Risiko.

Staatliche Unterstützungsmaßnahmen bremsen Herabstufungen von Kreditratings. Das ist eines der Ergebnisse einer Analyse der Iosco. Wie die internationale Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden berichtet, hätten sich die Pandemiemaßnahmen insgesamt positiv ausgewirkt. Allerdings könne die langfristige Wirksamkeit zum jetzigen Zeitpunkt nicht vollständig bewertet und gemessen werden.

Bei der Überprüfung wurden keine wesentlichen Änderungen an den Methoden der Ratingagenturen festgestellt. Jedoch haben die Ratingagenturen bestimmte Annahmen oder Stressszenarien, die bei der Bewertung von Kreditratings verwendet werden, aktualisiert, um die Veränderung der makroökonomischen Rahmenbedingungen zu reflektieren.

Die Ratingagenturen erklärten, dass die Methoden hinreichend flexibel in ihrer Anwendung sind, um eine Vielzahl von wirtschaftlichen Schocks und Szenarien zu berücksichtigen. In vielen Fällen berücksichtigen die Methoden die Auswirkungen der „Government Support Measures“ indirekt dadurch, indem sie die Auswirkungen der Maßnahmen auf die Finanzprognosen und -projektionen einbeziehen. Es gibt einige Ausnahmen, bei denen sich eine Methodik speziell auf eine Form von staatlicher Unterstützung beziehen kann oder wo eine staatliche Unterstützungsmaßnahme eine direkte Auswirkung auf ein Rating haben kann. Ein Beispiel hierfür seien Zahlungspausen auf bestimmte Kreditratings für strukturierte Finanzierungen.

Weiter zählt zu den Ergebnissen der Analyse, dass aus Sicht der Ratingagenturen ein vorzeitiger Ausstieg eines der Abwärtsrisiken für die globale wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie ist. Das gelte insbesondere in den Emerging Markets und spiegele sich in einigen Fällen in den negativen Prognosen der Ratingagenturen wider.

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