Stiftungen
29. April 2021

Stiften liegt im Trend

136 neue Stiftungen. Verband drängt auf Stiftungsrechtsreform.

Im Jahr 2020 ist die Zahl der rechtsfähigen Stiftungen bürgerlichen Rechts in Deutschland um 2,8 Prozent gestiegen. 712 Stiftungen erhielten eine Anerkennungsurkunde – so viele wie seit 2011 nicht mehr. Im Vergleich zu 2019 wurden 136 Stiftungen mehr errichtet. Zum 31.12.2020 gab es insgesamt 23.876 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts in Deutschland. Diese Zahlen gab der Bundesverband Deutscher Stiftungen bekannt.

Gerade für Neugründungen, die ein Anlageportfolio noch aufbauen müssen, ist der Kapitalmarkt sehr herausfordernd. Dies nicht nur wegen des Zinsniveaus, sondern auch wegen des geringen Anlagevolumen. Über 80 Prozent der Stiftungen werden mit weniger als einer Million Euro Kapital errichtet. Friederike v. Bünau, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und Geschäftsführerin der Stiftung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, betont: „Die anhaltende Niedrigzinsphase stellt Stiftungen vor enorme Herausforderungen. Trotzdem zeigen die aktuellen Zahlen, dass das Stiften weiterhin attraktiv bleibt – auch während der Corona-Krise.

Stiftungsrechtsreform ist wichtig

„Stiftungen sind ein wichtiger Teil einer starken Zivilgesellschaft“, ergänzt Kirsten Hommelhoff, Generalsekretärin des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. „Umso dringender ist die Verabschiedung des Gesetzesentwurfs zur Vereinheitlichung des Stiftungsrechts noch in dieser Legislaturperiode. Die Reform würde zu mehr Rechtssicherheit für alle Stiftungen führen.“ Der Bundestag berät seit Mitte April über die geplante Stiftungsrechtsreform. Sie würde das bisher geltende Landesstiftungsrecht durch ein einheitliches Bundesrecht ablösen und es weiterentwickeln.

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