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26. September 2012

Studie: Institutionelle Investoren verlassen ihre traditionellen Pfade

Auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten schauen Investoren inzwischen über Staatsanleihen hinaus. Der Blick richtet sich auf Unternehmensanleihen mit Investment-Grade.

Das anhaltende Niedrigzinsumfeld und eine deutlich veränderte Risikolandschaft zwingen institutionelle Investoren zum Umdenken. Immer häufiger verlassen Versicherungen und Pensionsfonds ihre traditionellen Pfade und suchen Anlagemöglichkeiten, die jenseits von Staatsanleihen höchster Bonität laufende Erträge bei vertretbarem Risiko bieten und eine Deckung der wachsenden Zahlungsverpflichtungen ermöglichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Beratungsgesellschaft Greenwich Associates, die im Juni 2012 im Auftrag von Fidelity unter 52 Versicherungen und Pensionsfonds in Europa und Asien durchgeführt wurde.
Auf der Suche nach Anlagen, die regelmäßige Erträge liefern, schauen die befragten Investoren besonders auf Investment-Grade-Unternehmensanleihen aus Europa und den USA. Fast jeder Zweite erwartet eine Zunahme dieser Vermögensklasse in seinem Anlagemix. Doch auch Investment-Grade-Anleihen aus Schwellenländern spielen in den Planungen eine immer wichtigere Rolle. Sie werden in der Befragung am zweithäufigsten genannt, gefolgt von Aktien, Infrastrukturinvestments, hochverzinslichen Anleihen aus Europa und den USA sowie Immobilien.
„Öffentliche Schuldenberge in bislang nicht gekannten Dimensionen, bescheidene Wachstumsaussichten und negative Realrenditen selbst von Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit lassen institutionelle und private Anleger den Atem anhalten. Diese Situation wird sich so schnell nicht ändern. Im Gegenteil, sie könnte trotz jüngster Zinsanstiege bei Bundesanleihen zur neuen Normalität werden", sagt Dr. Klaus Mössle, Leiter des institutionellen Geschäfts und Geschäftsführer bei Fidelity in Deutschland. Und weiter: „Neben den Schuldenbergen bremst auch die Überalterung der Gesellschaft in den Industrieländern die Wachstumsdynamik und steht damit einem raschen Schuldenabbau im Wege. Pensionsfonds ebenso wie private Anleger müssen sich auf die neue Situation einstellen."
portfolio institutionell newsflash 26.09.2012/kbe
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