Climate Investing wird pragmatischer
Investoren stellen sich auf eine weniger planbare Energiewende ein – und rücken Klimarisiken stärker in den Mittelpunkt ihrer Anlageentscheidungen.
Investoren stellen sich auf eine weniger planbare Energiewende ein – und rücken Klimarisiken stärker in den Mittelpunkt ihrer Anlageentscheidungen.
Klimapolitik ist ein Spielball nationaler und globaler Verteilungsinteressen. Dem kann sich die grüne Transformation nur bedingt entziehen. Mit Blick auf die steigenden Klimafolgeschäden ist die zentrale Frage, wie ein Umsteuern vom bisherigen klimapolitischen Kurs realistischerweise möglich ist. Erst wenn diese politische Aufgabe bewerkstelligt ist, kann der Finanzsektor seine passende Rolle finden.
Auf dem Weg in Richtung Klimaneutralität ihrer Kapitalanlagen hat die VBL ein Zwischenziel übererfüllt. Wo die mächtige Versorgungsanstalt nun Prioritäten setzt.
In Berlin entsteht mit „Finance for Transition“ ein neuer Thinktank. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Finanz- und Wirtschaftstransformation.
Vom Deutschlandfonds über Renewables bis hin zu den Klimapfaden: Das Themenspektrum der Panels beim Private Markets Forum war vielfältig und dennoch voller Schnittmengen. So verlangt der Ausbau Erneuerbarer Energien und flexibler Speicher Milliarden an Investorenkapital. Wie sich mit der Dekarbonisierung Geld verdienen lässt, auch das wurde thematisiert.
Die Divergenz könnte nicht größer sein: Einerseits verliert Sustainable Finance an Bedeutung. Andererseits beschleunigt sich der Klimawandel. Drei Fachleute berichten vor diesem Hintergrund, wo sie jetzt die Schwerpunkte für eine nachhaltige Zukunft setzen.
Der Erst- und Rückversicherer berichtet von einer zunehmenden Unklarheit bei der Beurteilung privater Initiativen im Rahmen der gesetzlichen und regulatorischen Regelungen in verschiedenen Rechtsräumen. Etliche Klimainitiativen leiden unter Mitgliederschwund.
Vor dem Start von Donald Trumps zweiter Amtszeit als US-Präsident verlieren umweltorientierte Investorengruppen durch Mitgliederschwund an Bedeutung. Aktuelle Beispiele sind Blackrock und JP Morgan Chase.
Die VBL vergibt ein Paris-konformes Mandat über 1,25 Milliarden Euro für europäische Aktien. CO2-Intensität bei Aktien und Unternehmensanleihen um mehr als 25 Prozent verringert.
Nach Angaben der Ratingagentur Scope gelten mittlerweile mehr als die Hälfte der hierzulande aufgelegten Fonds gemäß Artikel 8 oder 9 der EU-Offenlegungsverordnung als „nachhaltig“. Doch wie ist es tatsächlich um diese Produkte bestellt? Welchen Einfluss haben sie langfristig auf die ESG-Strategien der Unternehmen?