Sustainable Finance tut sich schwer. Eine die Erderwärmung nicht aufhaltende Klimapolitik, die Notwendigkeit von Rüstungsinvestments und Zweifel an der Nachhaltigkeit der Sozialpolitik sollten zu einer Überarbeitung des Sustainable-Finance-Projekts anregen. Zielführender wäre die Einsicht, dass Nachhaltigkeit im Finanz- und Versicherungssektor auch ohne überbordende Regulatorik geht.
Der Umgang mit Rüstungsanlagen sorgt für Diskussionen – öffentlichkeitswirksam bei Publikumsfonds und diskreter in den Gremien zahlreicher großer Kapitalanleger. Manche wollen ihr Portfolio aufrüsten, andere eröffnen ein Sperrfeuer, um Wertpapiere des Defence-Sektors fernzuhalten. Debattiert wird auf der ethischen Ebene, gedacht wird aber auch an die Performance.
Nachhaltigkeit im Anlageprozess ist der Mehrheit der Großanleger sehr wichtig. Allerdings wollen sie weniger über ihre Prozesse und Erfolge kommunizieren, wie eine globale Studie zeigt.
Die nachhaltige Kapitalanlage entwickelt sich weiter. Das liegt zum Beispiel an den Lockerungsplänen der Europäischen Union, die die Berichtspflichten für Unternehmen reduzieren will. Die Panelisten auf der Jahreskonferenz versprechen sich davon deutlich mehr Akzeptanz in der Wirtschaft.
Abbildung von Klimarisiken, Offenlegung und Proportionalität sollen sich steigern. Branson: „Den Kampf gegen den Klimawandel werden wir nicht mit Berichten von Kleinbanken gewinnen.“
Die Niederlande haben nicht nur einen größeren Pension-Markt als Deutschland. Unterschiede finden sich auch auf den Feldern Outsourcing, Impacts und Verteidigung, wo die großen Pensionsfonds exklusive Ansprüche und Sichtweisen haben. Neue Impulse gibt diesen Themen insbesondere ABP.