Pensionswerke: Anlagen und Verpflichtungen entwickeln sich günstig
Der Ausfinanzierungsgrad der Pensionswerke im Dax eilt von Rekord zu Rekord. Rückenwind erfahren die Kapitalsammelstellen nicht nur von der Börse.
Der Ausfinanzierungsgrad der Pensionswerke im Dax eilt von Rekord zu Rekord. Rückenwind erfahren die Kapitalsammelstellen nicht nur von der Börse.
Contractual Trust Arrangements gewinnen in der Kapitalanlage an Bedeutung. Die Gründe, weshalb die kaum regulierten Treuhandmodelle seit Jahren Zulauf haben, sind häufig bilanzieller Natur: Die Ausgliederung von Direktzusagen kann Bilanzkennzahlen und Bankenratings verbessern. Und angesichts der Wirtschaftskrise müssen Unternehmen noch effizienter werden. Randgeschäftsfelder werden verkauft. So entstehen häufig neue CTAs. Auch die interne Steuerung von Pensionszusagen landet immer häufiger auf dem Prüfstand.
Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung WTW zeigt, dass der Ausfinanzierungsgrad der Pensionswerke der Dax-Unternehmen zuletzt ein neues Rekordniveau erreicht hat. Das eröffne neue Spielräume für De-Risking-Maßnahmen, heißt es bei WTW.
Das Comeback der Zinsen bietet Unternehmen, ihren Pensionsplänen und den Contractual Trust Arrangements (CTA) die Gelegenheit, Risiken aus leistungsorientierten Rentenversprechen zu senken. Denn die Bilanzierungswerte der Pensionslasten sind seit 2022 erheblich abgeschmolzen. Wie die Pensionseinrichtungen von Airbus und der Hypovereinsbank ihre schwankenden Pensionsverpflichtungen festzurren und welche Innovationen Anbieter beisteuern, beleuchtet der Roundtable „Innovative LDI-Strategien für zukunftssichere Pensionspläne“.
Stabile Zinsen und gute Anlageergebnisse wirken sich positiv auf die Pensionseinrichtungen der Dax-Konzerne aus. Wie genau, zeigt eine aktuelle Analyse.
Die höheren Zinsen machen es möglich: Institutionelle Anleger denken intensiv darüber nach, die Risiken in ihren Aktiva und Passiva abzusenken. Doch das ist nicht für jeden eine Option, wie ein Blick in die Praxis zeigt. Welche Formen von De-Risking im Gespräch sind und für wen was sinnvoll ist – hier erfahren Sie es.
Im Dax und M-Dax ist der Ausfinanzierungsgrad weiter auf dem Höhenflug, wie der German Pension Finance Watch Q2/2024 zeigt. Und der relevante Rechnungszins dürfte künftig langsamer sinken als noch vor einigen Monaten angenommen.
Die Pensionsverpflichtungen der deutschen Blue Chips sind im vergangenen Jahr um etwa 23 Prozent auf 371 Milliarden Euro angeschwollen. Die Planvermögen konnte diesen Zuwachs trotz üppiger Renditen im Bereich festverzinslicher Wertpapier nicht auffangen. Das zeigt eine Hochrechnung von Mercer.
Die Gesellschaften im Dax und M-Dax haben sich im dritten Quartal erfolgreich gegen den Niedrigzins gestemmt. Nach Angaben von Towers Watson erzielten sie „starke Renditen“ bei der Finanzierung ihrer Pensionspläne.