Der Klimawandel dominiert die Umweltdebatte in der Gesellschaft. Die Politik konzentriert sich immer mehr auf die Reduzierung des CO₂-Ausstoßes. Doch wo bleiben die sozialen Faktoren von ESG – also die Ethik im Portfolio? Unter Investoren, Experten und Asset Managern herrscht (noch) eine große Kakophonie.
Als einziges Land hat Schweden ein gesetzliches Rentensystem mit sechs meist riesigen öffentlich-rechtlichen Pensionsfonds, die ein Vermögen von umgerechnet rund 184 Milliarden Euro managen. Seit Januar haben die Fonds zudem größere Freiheiten bei der Anlage in illiquide und alternative Assets.
Was in Chile nach 37 Jahren aus dem rein kapitalgedeckten System der Rentenversicherung geworden ist, kann aus Sicht der Bürger nur als ein Beispiel dafür dienen, wie man es nicht machen soll. Allerdings gehört der Pensionsmarkt in Chile zu den am schnellsten wachsenden Märkten weltweit.
Wenn der Staat pfeift, muss das Fondsmanagement springen, wie ein aktuelles Vorhaben beim größten Staatsfonds der Welt zeigt. Es steht die gesamte Anlagestrategie auf dem Spiel.
Dr. Richard Herrmann (Vorstand Heubeck AG) erläutert in seinem Gastbeitrag, dass das Betriebsrentenstärkungsgesetz die kollektive Kapitalanlage in der Anwartschaftsphase möglich macht. Dieser Ansatz sei herkömmlichen Lebenszyklusmodellen überlegen. Stabile Renten seien ohne Garantien erreichbar.
Am 7. Juli hat der Bundesrat dem Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) zugestimmt. Damit steht das Gesetz, das am 1. Juni im Bundestag verabschiedet wurde, inhaltlich abschließend fest und wird zum 1. Januar 2018 in Kraft treten.