Der Begriff „Hyperscaler“ hält Einzug in die Welt der institutionellen Kapitalanlagen. Vorbei sind die Zeiten, in denen er sich nur auf Betreiber riesiger Rechenzentren bezog. Inzwischen werden auch einzelne Großanleger und Vermögensverwalter so bezeichnet.
Rund 84 Milliarden US-Dollar haben Anleger im vergangenen Jahr aus Nachhaltigkeitsfonds abgezogen. Doch wer das Ende von ESG in der Geldanlage ausruft, denkt zu kurz. Die Entwicklung ist vielmehr Ausdruck eines Reifeprozesses: Anleger erwarten heute transparente und nachvollziehbare Produktmerkmale statt vager Versprechen. Diesem Anliegen will die EU-Kommission mit der geplanten Reform der Sustainable Finance Disclosure Regulation gerecht werden. Bei KPMG sind wir davon überzeugt: Die Reform ist ein Wendepunkt und kann zu einer Renaissance von nachhaltigen Investments führen.
Der Gesetzgeber zog aus dem Cum-Ex- und Cum-Cum-Skandal Konsequenzen: Anfang 2027 tritt das digitale MiKaDiv-Meldeverfahren in Kraft. Dieser nationale Sonderweg erfordert größere Vorleistungen der deutschen Marktinfrastruktur und damit höhere Administrationskosten. Ebenfalls kritisch für Investoren: Berechtigte Steuererstattungen bei Dividendenabzügen könnten vorerst nicht ausgezahlt werden.
Die kanadische Regierung legt den ersten nationalen Staatsfonds auf – den „Canada Strong Fund“. Investiert werden soll in Projekte und Unternehmen, die die wirtschaftliche Transformation des Landes vorantreiben. Die Nordamerikaner können bei dem langfristigen Vorhaben auf einen großen Erfahrungsschatz bei der Steuerung und Maximierung von Kapitalanlagen aufbauen.
Die Emerging Markets, insbesondere Asien, spielen eine übergeordnete Rolle für das globale Wachstum, sind in den großen Kapitalmarktindizes aber nur von untergeordneter Bedeutung. Dabei sprechen für die Schwellenländer auch deren Diversifikationspotenziale und Bewertungen – sowie Impact Investments. In den Emerging Markets entfalten Impacts nämlich eine viel größere Wirkung als hierzulande.
Nicht erfüllte Rückgabewünsche waren ein kalter Schauer auf die Begeisterung der Investoren für Private Debt. Anlegern sollte jedoch bewusst sein, dass es sich immer wieder als problematisch erweist, wenn illiquide Assets in angeblich fungible Vehikel verpackt werden – und dass fehlende Liquidität noch lange keinen Default bedeutet. Sinnvoll ist nun, sich mit den Hintergründen des Marktes zu befassen. Mögliche Schlussfolgerung könnte dann sein, dass ein Kreditproblem nicht gegeben ist.
Stadtwerke haben einen großen Finanzierungs- und Finanzinvestoren großen Anlagebedarf. Trotzdem kommen beide Seiten nur schwer zusammen. Ein Schlüssel für den Zugang zur öffentlichen Hand ist Nachrangkapital – aber nicht nur.
Beim Investoreninterview mit Führungskräften der Signal-Iduna-Gruppe und der Hamburger Pensionsverwaltung standen Zinsanlagen aus Vergangenheit und Gegenwart im Mittelpunkt. Weil sich in letzter Zeit nicht nur die Zinslandschaft verändert hat, sondern auch die geopolitische Lage, kommen im Investmentprozess monumentale Fragen auf.
Festverzinsliche Anlagen stehen im Zentrum der Juni-Juli-Ausgabe 2026 von portfolio institutionell. Zum Beispiel im großen Investoreninterview. Hier kommen geradezu monumentale Fragen auf.
Angesichts rekordhoher Langfristzinsen im Euroraum ziehen viele Versicherer, Pensionskassen und Versorgungswerke den Direktbestand weiter hoch. Für das Management sowie die Auswahl und Überwachung der Anlagen auf der Bilanz nutzen sie dabei oft externe Unterstützung in unterschiedlichsten Abstufungen.