Recht, Steuer & IT
14. Februar 2022

Talanx-SPM weiter in Warteschleife

Bafin-Genehmigung steht auch nach elf Monaten noch aus. Rechtliche Fragen bedürfen noch der Klärung.

Mitte März des vergangenen Jahres verkündete die Talanx den „Durchbruch in der betrieblichen Altersversorgung“. Konkret ging es darum, dass die Versicherung mit der Gewerkschaft Verdi das erste Sozialpartnermodell (SPM) in Deutschland startet. Aus dem Startblock ist die Betriebsrente mit Garantieverbot in den vergangenen elf Monaten jedoch nicht gekommen. Grund für die Verzögerung ist die nach wie vor ausstehende Genehmigung der Bafin.

Wie die Talanx auf Anfrage von portfolio institutionell mitteilt, liegt das Vertragswerk zum SPM-Haustarifvertrag für die Talanx AG aktuell bei der Bafin zur Genehmigung. Gemeinsam mit Verdi befänden sich die beiden Parteien in einem konstruktiven Dialog. Der zeitliche Verzug sei insbesondere einer „übergeordneten juristischen Frage geschuldet“. Diese betreffe das Zusammenspiel von Tarifvertragsrecht und Versicherungsaufsichtsrecht.

Von den Abstimmungsarbeiten könnte auch der Gesamtmarkt profitieren. Nach Ansicht der Talanx leiste man mit der detaillierten Klärung Vorarbeiten für alle Marktteilnehmer, die dem Beispiel folgen werden. „Sie werden dann diese übergreifende juristische Fragestellung in diesem Zusammenhang nicht mehr zu lösen haben.“

Weiter betont die Talanx, dass man von der SPM-Idee nach wie vor überzeugt ist und dass die Deutsche Betriebsrente weiter Produktlösungen für das Sozialpartnermodell uneingeschränkt anbietet. Bei der Deutschen Betriebsrente handelt es sich um eine Kooperation zwischen Talanx und Zurich.

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