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7. Oktober 2021

Torsten Schreiber sorgt für sichere Stromversorgung im Sahel

In den vergangenen Jahren drehte sich beim Leserpreis von portfolio institutionell bereits viel um Nachhaltigkeit, diesmal gingen die Leser noch einen Schritt weiter und kürten einen, der von Impact Investing etwas versteht: Torsten Schreiber, der Gründer und CEO von Africa Greentec, unser diesjähriger Preisträger, war extra für die feierliche Verleihung aus dem Sahel nach Berlin angereist.

Africa Greentec ­installiert dort mobile Solaranlagen, sogenannte „Solartainer“, um die Dörfer zu elektrifizieren und deren Bewohner so mit Zugang zu Strom, zur Wasserversorgung und zum ­Internet zu versorgen. Redakteurin Daniela Englert und Wolfgang Sussbauer von PGIM Fixed Income gratulierten ­gemeinsam mit Moderatorin Saskia Naumann Torsten Schreiber zu seinem Vordenker-Award. Mit ­einem großen Dankeschön an Redaktion und Leserschaft ­begann ein kleines Interview, in dem Schreiber über seine Arbeit ­berichtete: Er vereint mit seinem ­Unternehmen ökologischen und sozialen Impact, einerseits indem er etwas für den ­Klimaschutz tut, ­andererseits indem er Menschen in Arbeit bringt und ihre ­Lebensgrundlagen verbessert.

„Bis dato mussten die Bewohner Diesel kaufen, um kleinere und größere Maschinen zu betreiben“, erläuterte Daniela Englert. Schreiber führte aus, wie Africa Greentec seinen ökologischen und sozialen Impact misst: „Wir haben eine Technologie entwickelt, um mit Smart Meters und einer App, in der Kunden Fragen beantworten­ können, elf der siebzehn Nachhaltigkeitsziele (SGDs) unmittelbar­ zu messen.“ Dadurch könnten Investoren ­direkt nachverfolgen,­ was mit ihrem Geld passiert ist. In Mali gab es im Mai bereits den zweiten Militärputsch innerhalb eines Jahres. Schreiber: „Zum Glück hat uns das relativ wenig betroffen, denn wir elektrifizieren die Dörfer mit autarken Anlagen, eigenen Stromnetzen. So hatten wir während des Putsches das Phänomen, dass unsere Dörfer Strom hatten, während in der Hauptstadt der Strom weg war. Wir sind also ein gewisser Garant für die Sicherheit, ­zumindest an den Standorten, wo wir aktiv sind.“

Gefragt nach der größten Herausforderung nannte Schreiber die Kapitalknappheit. Er rief dazu auf, mit ihm zu investieren. „Im Moment haben wir eine Projekt-­Pipeline von etwa einer Milliarde Euro und wir könnten noch sehr viel mehr von unseren Anlagen verbauen. Wir brauchen jetzt mutige ­Impact-Investoren, die zu Gesprächen offen sind.“ Man arbeite an ­einem Fonds, über den institutionelle­ Investoren investieren können.

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