Immobilien
27. April 2026

Umfrage zeigt: Wohnimmobilien bleiben ein gefragtes Investment

Das Interesse wird vor allem gestützt durch die Stabilität der Renditen. Großanleger interessieren sich verstärkt für bezahlbaren Wohnraum, kostengünstige Mietwohnungen und neue Co-Living-Formate.

An weiteren Investments in Wohnimmobilien führt offenbar kein Weg vorbei. Diesen Eindruck vermitteln die Ergebnisse einer europaweiten Wohninvestorenumfrage von Cushman & Wakefield („European Living Investor Survey 2026“). An der Umfrage des Immobiliendienstleisters haben insgesamt 30 Investoren teilgenommen, die nach Unternehmensangaben zu den größten paneuropäischen Living-Investoren gehören.

Deutschland, Spanien und Großbritannien sind die beliebtesten Märkte dieser Akteure. Auf den weiteren Plätzen folgen Irland und Frankreich.

Laut der Umfrage, die vor dem aktuellen Konflikt im Nahen Osten durchgeführt wurde, investieren mittlerweile zwei Drittel der Befragten 20 Prozent oder mehr ihres Portfolios in Wohnimmobilien. 96 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten, dass dieser Anteil in den nächsten fünf Jahren noch steigen wird.

Doch es gibt auch Hürden beim Bestandsaufbau. Als größte Herausforderungen sehen Anleger den Mangel an Investitionsmöglichkeiten, anhaltende Preisbildungsunterschiede zwischen Käufern und Verkäufern sowie politische/regulatorische Risiken.

Ein Grund für das Investoreninteresse ist die Stabilität der Renditen

Das Interesse der Anleger an Wohnimmobilien wird gestützt durch die Stabilität der Renditen, die damit einhergehen. Sie seien für drei Viertel der Investoren der Hauptanziehungspunkt, heißt es.

Hoch im Kurs stehen daneben auch die Krisenresilienz und die breite Nachfrage im Wohnimmobiliensektor. Im Zuge der Diversifizierung der Strategien nimmt das Interesse an bezahlbarem Wohnraum, kostengünstigen Mietwohnungen und neuen Co-Living-Formaten zu.

Investoren bevorzugen derzeit Bestandsobjekte; nahezu die Hälfte der Befragten gab an, dass 80 bis 100 Prozent ihrer aktuellen Living-Portfolios aus Bestandsobjekten zusammengestellt sei. Diese Tendenz ist für die Studienmacher von Cushman & Wakefield „wenig überraschend, angesichts des jungen Alters des Sektors als institutionelles Anlageziel und mit Blick auf die Gegenwinde der letzten Jahre – insbesondere der Baukosteninflation. Sie erhöhten das Fertigstellungsrisiko und lenkten viele Investoren vermutlich hin zu etablierten Bestandsobjekten.“

Zurückhaltung bei forward funding und forward commitment

Joint Ventures und Akquisitionen von Bestandsobjekten dürften in den nächsten ein bis drei Jahren die gängigsten Wege zum Markteintritt bleiben, während Investoren bei Modellen wie forward funding und forward commitment relativ zurückhaltend bleiben dürften.

Eine Ausnahme von diesem Trend bilden laut Cushman & Wakefield neuere Märkte, in denen sich ein institutionelles Angebot erst entwickelt. Dazu gehören beispielsweise Belgien, Italien, Polen und die Tschechische Republik.

Nach Einschätzung von Tom McCabe, Head of Living Research bei Cushman & Wakefield, zeigen die Umfrageergebnisse einen Sektor auf breitem Fundament. „Nach einer Phase der Anpassung hat sich die Performance stabilisiert, und die zugrunde liegenden Nachfragetreiber sind nach wie vor intakt. Wir beobachten nun, dass Investoren, auf Basis der nun größeren Klarheit das Investmentumfeld betreffend, wieder in den Markt einsteigen und Kapital gezielt in Vermögenswerte und Märkte mit nachweislich stabilen Erträgen fließt.“ Der Wohnimmobiliensektor profitiere von dieser wiedergewonnenen Fokussierung, so McCabe weiter.

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