In dem ausgesprochen guten Börsenjahr 2019 mussten Wertsicherungskonzepte Skalpell und Pinzette kaum zum Einsatz bringen. Die meisten konnten von der positiven Wertentwicklung bei Aktien und Anleihen profitieren. Doch die Performance fällt unterschiedlich aus, wie ein Vergleich verschiedener Strategien zeigt.
Aktien, High Yield Bonds, Gold, Immobilien und Infrastruktur: Die Bandbreite von Multi-Asset-Strategien reicht von einfachen Mischfonds bis hin zu komplexen Gebilden aus verschiedensten Asset-Klassen mit zunehmend mehr Alternatives. Interessant sind auch Income-Varianten mit laufenden Ausschüttungen.
In Deutschland sind Konsolidierungen von Pensionskassen ein zäher Prozess. Während sich das verwaltete Vermögen in den vergangenen zwölf Jahren fast verdoppelt hat, sank die Anzahl der Kassen laut WTW um 13 Prozent. Ein Blick über den Kanal zu den britischen Defined Benefit Pension Funds zeigt allerdings wie Konsolidierung in Hochgeschwindigkeit aussehen kann.
Aufgrund der niedrigen Renditen in den Industrieländern sind Anleger weiterhin gezwungen, diese außerhalb der gängigen Anleihemärkte zu suchen – so zum Beispiel in den Schwellenländern. Um in diesem diversifizierten Anlageuniversum erfolgreich zu investieren, sind allerdings eine umfassende Marktkenntnis und ein selektives Vorgehen erforderlich.
Die Berücksichtigung von ESG-Kriterien ist in Aktienportfolios bereits recht weit verbreitet. In Fixed Income-Portfolios ist dies bisher nicht in vergleichbarer Form der Fall. Da ESG-Faktoren jedoch nachgewiesenermaßen das Potenzial zur Steigerung von Renditen und zur Minderung des Abwärtsrisikos besitzen, sollten sie unserer Ansicht nach unbedingt zum Instrumentarium versierter Anleihekäufer gehören, um die Portfolioperformance zu optimieren.