Investoren
14. März 2022

VBL will russische Wertpapiere abstoßen

Der Angriffskrieg der russischen Armee in der Ukraine veranlasst immer mehr Großanleger, sich aus russischen Vermögenswerten zurückzuziehen. Die VBL ist dort in geringem Umfang investiert.

Die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) will sämtliche Aktien und Anleihen von russischen Emittenten von der Kapitalanlage ausschließen. Hintergrund dafür seien die eskalierenden Ereignisse in der Ukraine sowie die zunehmenden Aggressionen Russlands gegenüber dem Westen.

Vorgaben zur Vermögensanlage der VBL sehen vor, dass beim Vorliegen von Anhaltspunkten für schwere und systematische Menschenrechtsverstöße Investitionen ausgeschlossen werden. Nach eigenen Angaben ist die Versorgungsanstalt derzeit nur in geringem Umfang in russische Kapitalanlagen investiert.

Die VBL will ihre Investitionen in russische Staatsanleihen und Aktien schnellstmöglich wertschonend zurückführen. Ziel dieser Maßnahme sei es, den EU-weit beschlossenen Sanktionen gegenüber Russland Nachdruck zu verleihen und den für die Kriegsführung relevanten Infrastrukturen Kapital zu entziehen.

Versorgungsanstalt steht hinter den Maßnahmen der EU

„Der Überfall auf einen friedlichen, souveränen und demokratischen Staat ist durch nichts zu rechtfertigen“, erklärt VBL-Präsident Richard Peters. „Die VBL steht geschlossen hinter den Maßnahmen der Europäischen Union und fest an der Seite all jener, die unter den Folgen des Krieges leiden.“ Mit rund 4,9 Millionen Versicherten ist die Versorgungsanstalt mit Sitz in Karlsruhe die größte Zusatzversorgungseinrichtung für betriebliche Altersversorgung im öffentlichen Dienst.

Am 24. Februar 2022 hat die russische Armee mit einem Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen. Zahlreiche institutionelle Anleger haben sich daraufhin aus russischen Wertpapieren zurückgezogen oder entsprechende Pläne angekündigt.

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