Versicherungen
19. August 2020

Versicherer im Risiko

Eiopa: sehr hohe Makrorisiken. Markt-, Kredit-, Rentabilitäts- und Solvenzrisiken auf hohem Niveau.

Die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (European Insurance and Occupational Pensions Authority, Eiopa) hat ihr aktualisiertes Risiko-Dashboard auf der Grundlage der Solvency-II-Daten des ersten Quartals 2020 veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Risikoexponierung des Versicherungssektors der Europäischen Union aufgrund des Covid-19-Ausbruchs im Vergleich zum April allgemein hoch bleibt. Die Versicherer sind insbesondere sehr hohen Makrorisiken ausgesetzt, während die Markt-, Kredit-, Rentabilitäts- und Solvenzrisiken auf hohem Niveau liegen.

Im Hinblick auf das Makrorisiko wurden das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sowie die Inflationsprognosen für alle geographischen Gebiete deutlich nach unten revidiert. Das Kreditrisiko bleibt auf hohem Niveau, da das Risiko von Kreditereignissen auch in Zukunft erhöht bleibt. Rentabilitäts- und Solvenzrisiken bleiben auf hohem Niveau. Nach den Auswirkungen des Covid-19 spiegelt sich die erwartete Verschlechterung bereits im Verhältnis Aktiva zu Passiva und in einer Schwächung der Solvenzkapitalanforderungsquoten (SCR) für Gruppen und Nichtlebensversicherungsunternehmen wider. Für das nächste Quartal wird ein weiterer Rückgang der SCR-Quoten sowohl für Lebens- als auch für Nichtlebensversicherungsunternehmen erwartet, wobei die Abschreibung von Vermögenswerten im Zusammenhang mit dem Covid-19 sowie die Auswirkungen des bereits vorher bestehenden Niedrigzinsumfelds zu berücksichtigen sind. Die Netto-Combined-Ratio verbesserte sich bei den Schadenversicherungsunternehmen.

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