Recht, Steuer & IT
8. November 2021

Versicherer mit stabilem Risikoniveau unterwegs

Eiopa sieht Makrorisiken auf hohem Level. ESG-Risiken noch mittelgroß.

Die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung, Eiopa, hat vergangene Woche ihr Risk Dashboard veröffentlicht. Dieses basiert auf den Solvency-II-Daten des zweiten Quartals 2021 von 99 Versicherungsgruppen und 2.741 Einzelversicherungsunternehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Exponierung der Versicherer gegenüber Makrorisiken auf einem hohen Niveau bleibt. Dagegen bleiben alle anderen Risikokategorien, wie zum Beispiel Versicherungs-, Rentabilitäts- und Solvenzrisiken, auf einem mittleren Niveau. Bezüglich der Makrorisiken wurden die Inflationsprognosen nach oben korrigiert.

Wie die Eiopa weiter informiert, haben sich die Gesamtrentabilitätsindikatoren und die Solvabilitätspositionen der Versicherungsgruppen im zweiten Quartal 2021 weiter verbessert. Die Versicherungsrisiken bewegen sich weiterhin auf einem mittleren Niveau, wobei das jährliche Prämienwachstum bei den Nichtlebens- und Lebensversicherungsunternehmen im zweiten Quartal in Folge zunahm. Die Marktrisiken bleiben auf einem mittleren Niveau.

Premiere für ESG-Risiken

Erstmalig sind die Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken (ESG-Risiken) in das Risk Dashboard aufgenommen worden. Diese befinden sich auf einem mittleren Niveau, wobei sich die Transaktions- und physischen Risiken leicht verbessert hätten. Die Katastrophenschadenquote ist im Vergleich zum Vorquartal gesunken, auch wenn sie die potenziellen negativen Auswirkungen der europäischen Hochwasserereignisse im Sommer 2021 noch nicht widerspiegelt. Als einzige von den neun Risikoarten sieht die Eiopa für ESG in den kommenden zwölf Monaten steigende Level.

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