Versicherungen
17. März 2020

Versicherungs-Aktien verlieren fast gleichmäßig

Unterschiede in Aktienquoten machen sich nicht bemerkbar. Verluste über Marktdurchschnitt.

Aktien der deutschen Versicherungen leiden unter dem Corona-Virus besonders stark. Während der Dax 30 seit Anfang 2020 bis Dienstagmittag „nur“ 34 Prozent verlor, gaben die Anteilsscheine von Allianz, Munich Re, Hannover Re und W&W um 37 bis 39 Prozent nach. Noch größere Verluste mussten jedoch die Aktionäre von Talanx mit einem Minus von 44 Prozent verkraften. Allerdings scherten Talanx-Aktien auch bereits auf 3-Monats-Basis aus dem Versicherungs-Kollektiv mit einem Verlust aus, der fünf bis sieben Prozentpunkte über den Kursverlusten der anderen Versicherungsaktien lag.

Wie diese Kursverläufe zeigen, hat der Allianz ihre deutlich über dem Branchendurchschnitt liegende Aktienquote nicht geschadet. Ende September 2019 lag die Aktienquote der Allianz Leben bei neun Prozent. Laut Statistiken des GDV haben Erstversicherer im Jahr 2018 5,2 Prozent in Aktien investiert.

Deutlich unter diesem Durchschnittswert liegt die Aktienquote der Talanx. Die Talanx werde auch 2020 an ihrer Anlagepolitik festhalten, Marktrisiken zu begrenzen, kündigte die Versicherung gestern bei der Jahrespressekonferenz an. Die konservative Kapitalanlagepolitik unter stetigem Ausbau der Infrastrukturinvestitionen werde fortgesetzt.

Talanx-Portfolio rentiert mit 3,5 Prozent

Im vergangenen Jahr stieg das Kapitalanlageergebnis der Talanx um 15 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Das außerordentliche Kapitalanlageergebnis erhöhte sich von 392 auf 898 Millionen Euro. Gründe dafür seien insbesondere ein erfreulicher Einmaleffekt im Segment Personen-Rückversicherung im Zuge der Anteilsumstrukturierung bei der Viridium-Gruppe sowie die zum Vorjahr höhere Realisierung zur Finanzierung der wieder erhöhten Zinszusatzreserve (ZZR) im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland. In der Folge stieg die Kapitalanlagerendite leicht von 3,3 auf 3,5 Prozent.

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