Versicherungen
4. Juni 2020

Versicherungs-Run auf PRI

Im Mai bekannten sich Gothaer, Hanse-Merkur, W&W und BGV zu den Principals. Zuvor weitere „Signatories“ aus deutscher Assekuranz.

Ende Mai ist der Gothaer Konzern den UN Principles for Responsible Investment – kurz UN PRI – beigetreten. Die sechs Prinzipien bieten einen Rahmen für die Integration von ESG-Themen in Investitionsentscheidungs- und Eigentümerpraktiken, die verantwortliches Investieren festlegen. Wie die Versicherung weiter mitteilt, berücksichtigt der Konzern bereits seit 2018 im Rahmen der Kapitalanlage auch ökologische und soziale Aspekte sowie Kriterien der Unternehmensführung.

„Mit der Mitgliedschaft werden die Anforderungen an uns naturgemäß höher. Die Erstellung des Reportings für UN PRI übernimmt die Gothaer Asset Management AG für den Gothaer Konzern. Dieses Reporting wird ein wichtiger Teil der Arbeit des neuen ESG-Teams sein und soll in der Zukunft alle Kapitalanlagen der Gothaer umfassen. Unser Ziel ist es, unsere Kapitalanlagen kontinuierlich im Sinne von nachhaltigen Investments zu verbessern. Die UN PRI-Mitgliedschaft wird uns dabei helfen, da wir auf den Erfahrungen der anderen Mitglieder der UN PRI-Organisation aufbauen können“, so Christof Kessler, Vorstandssprecher der Gothaer Asset Management AG.

Die Gothaer war in den vergangenen Monaten nicht die einzige Versicherung, die sich zu den PRI bekannt haben. Ebenfalls im Mai bekannte sich die Hanse-Merkur, die W&W und die BGV Badische Versicherungen zu den Nachhaltigkeitsprinzipien. Seit diesem Jahr findet sich auf der Liste der Asset Owner auch die Örag Rechtsschutzversicherung. Im November 2019 unterschrieb die Talanx.

Öffentliche Versicherer geschlossen beigetreten

Ende des vergangenen Jahres ist der Provinzial NordWest Konzern der Investoren-Initiative „PRI“ beigetreten. „Mit der Unterzeichnung verpflichten wir uns, ökologische, soziale und ethische Kriterien bei unseren Investitionsentscheidungen zu berücksichtigen“, sagte Dr. Ulrich Scholten, Finanzvorstand der Provinzial NordWest, im Dezember. „Mit der Verpflichtung auf die ESG-Kriterien betonen wir unseren nachhaltigen Investmentansatz. Wir sind der Überzeugung, damit ganz im Sinne unserer Kunden zu handeln und hoffen, dass wir damit auch andere Unternehmen dazu ermutigen, mit ihren Kapitalanlagen die nachhaltige Entwicklung zu fördern.“ Die öffentlichen Versicherer haben sich zudem als Gruppe darauf verständigt, die PRI zu unterzeichnen. So haben beispielsweise die Versicherungskammer und die Sparkassenversicherung ebenfalls unterschrieben.

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