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19. Oktober 2021

Studie: Verwaltetes Vermögen erreicht neuen Rekordwert

Die Assets under Management der 500 größten Fondsgesellschaften sind in 2020 auf Rekordniveau geklettert. Vermögen konzentriert sich mehr und mehr auf die Top-20.

Die Geschäfte der größten Fondsgesellschaften florieren. Laut einer aktuellen Studie des Thinking Ahead Institute und des Fachmagazins „Pensions & Investments“ hat das Vermögen der 500 größten Vermögensverwalter (P&I 500) im vergangenen Jahr einen Rekord erreicht. Binnen eines Jahres wuchsen die Assets under Management um 14,5 Prozent auf 119,5 Billionen US-Dollar.

Laut der Studie konzentriert sich mehr und mehr Vermögen bei den 20 größten Asset-Management-Gesellschaften. Ihr Marktanteil beträgt inzwischen 44 Prozent des Gesamtvermögens.

Blackrock an der Spitze

Platzhirsch ist Blackrock, gefolgt von Kontrahent Vanguard, der das siebte Jahr in Folge den zweiten Rang belegt. Dahinter folgen Fidelity Investments und die State Street Group (siehe Abbildung 1). Die Allianz-Gruppe landet auf dem fünften Platz. Die französische Fondsgesellschaft Amundi belegt Rang zehn.

Abbildung 1 

 

Anlageprodukte werden komplexer

Wie die Studie zeigt, verändern sich die Kundenbedürfnisse. Laut der Studie haben sich die Produktanbieter der wachsenden Nachfrage „anspruchsvoller Vermögensbesitzer nach komplexeren und maßgeschneiderten Anlagelösungen gestellt“.

Die Studienmacher verweisen in dem Zusammenhang auf die Konzepte „ausgelagerter Chief Investment Officer“ (Outsourced CIO), „Total Portfolio Approach“ (TPA) und börsengehandelte Indexfonds (ETFs). Sie seien „beliebte Wachstumsquellen für die Top-Manager der Welt, um den steigenden Renditeanforderungen der Kunden gerecht zu werden“, heißt es beim Thinking Ahead Institute.

Stichwort Indexfonds: Das passiv verwaltete Vermögen der größten Unternehmen belief sich im Jahr 2020 auf insgesamt 8,3 Billionen US-Dollar, gegenüber 4,8 Billionen US-Dollar im Jahr 2016.

Nachhaltigkeit weiter zentrales Thema

Roger Urwin, Mitbegründer des Thinking Ahead Institute, kommentiert: „Vermögensverwalter hatten schon immer den Ehrgeiz, sich zu entwickeln und innovativ zu sein. Dies haben wir insbesondere bei den ESG-Mandaten gesehen, die 2020 um 40 Prozent gestiegen sind. Den größten Beitrag dazu leistete das Wachstum der ESG-ETFs.“

Das Kundeninteresse an nachhaltigen Anlagen stieg bei 91 Prozent der befragten Unternehmen. Urwin: „Wir haben einen beispiellosen Wandel innerhalb der Investmentbranche erlebt – der durch die Pandemie dramatisch beschleunigt wurde.“

Nachhaltigkeit sei für manche Unternehmen längst kein Luxus mehr, so Urwin. „Stattdessen sind sich während der Pandemie Vermögensverwalter aus allen Teilen der Welt der Verflechtung des Finanzsystems mit Gesellschaft und Umwelt noch stärker bewusst geworden.“

Gebühren entwickeln sich uneinheitlich

Auch die Gebühren werden in der Studie thematisiert: Bei einem Viertel (25 Prozent) der befragten Manager sanken die Gesamtgebühren der Anlageverwaltungsgebühren – bei 21 Prozent der Manager stiegen sie jedoch an.

Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen.

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