Immobilien
19. Mai 2021

Globales Immobilienvermögen erreicht 3,3 Billionen Euro

Top-10-Manager machen mehr als ein Drittel des gesamten AuM aus. Dry Powder bei 195 Milliarden Euro.

Corona zum Trotz: Das weltweit verwaltete Immobilienvermögen erreicht 3,3 Billionen Euro im Jahr 2020. So berichtet es die aktuelle Studie Fund Manager Survey 2021, der heute von den Immobilieninvestorenverbänden Anrev, Inrev und NCREIF veröffentlicht wurde. Diese unterstreicht die Stärke von Immobilien als institutionelle Anlageklasse. Die neuesten Ergebnisse bauen weiter auf den massiven Zuwächsen des letzten Jahrzehnts auf, wobei sich die gesamten Assets under Management (AuM) von 0,9 Billionen Euro im Jahr 2009 auf 3,3 Billionen Euro in 2020 mehr als verdreifacht haben.

Zudem kommt es zur Konzentration auf wenige Immobilienmanager. Ein signifikanter Anteil des gesamten AuM (37 Prozent) entfällt auf die Top 10 der globalen Manager, während die 39 größten Manager im oberen Quartil der Befragten nach Anzahl 78 Prozent des Gesamtvolumens ausmachen. Interessant ist, dass trotz der Konzentration auf größere Manager das Wachstum in 2020 vorwiegend bei den kleineren Managern zu finden war, auch wenn deren Einfluss insgesamt sehr marginal ist. An der Umfrage nahmen in diesem Jahr 154 Immobilienmanager teil (Vorjahr 140). Die ersten beiden Plätze sind im Vergleich zum letzten Jahr unverändert, wobei die Blackstone Group das Feld mit AuM von 260,5 Milliarden Euro anführt, gefolgt von Brookfield Asset Management mit 172,4 Milliarden Euro. Prologis liegt auf Platz drei mit AuM von 121,0 Milliarden und ist damit von Platz 6 in 2019 aufgestiegen – das Ergebnis von starken Wertzuwachses im Logistik-/Industriesektor. PGIM Real Estate liegt mit 118,8 Milliarden Euro auf Platz vier und Nuveen behält seinen fünften Platz mit einem AuM von 108,4 Milliarden Euro.

Europa ist gefragt

Mit 39,1 Prozent der gesamten globalen AuM machen europäische Strategien den Löwenanteil aus und überholten die Strategien in Nordamerika (32,2 Prozent) im Jahr 2020. Asien-Pazifik-Strategien tragen 17,9 Prozent zum Gesamtvolumen bei, während globale Strategien bei 10,5 Prozent liegen. Auf Ebene der einzelnen Manager führt AXA IM Alts die Liste der europäischen Strategien mit einem AuM von 76,1 Milliarden Euro an, gefolgt von Swiss Life Asset Management auf dem zweiten Platz (73,7 Milliarden Euro) und The Blackstone Group (65,9 Milliarden Euro) auf dem dritten Platz. Alle Manager, die in der Top-Ten-Liste der europäischen Strategien enthalten sind weisen AuM von mehr als 39 Milliarden Euro auf.

Fokus auf Fremdkapital

Nicht börsennotierte Immobilienvehikel machen einen beachtlichen Anteil von 83,1 Prozent am verwalteten Vermögen aus. Betrachtet man nur die nicht börsennotierten Immobilienvehikel, so dominieren die nicht börsennotierten Immobilienfonds weiterhin weltweit, mit einem Anteil von 56 Prozent. An zweiter Stelle stehen direkt investierende Separate Accounts, gefolgt von JVs und Clubs. Der Anteil der nicht börsennotierten Immobilien-Kreditprodukte am gesamten globalen Immobilienvermögen stieg von 7,6 Prozent im Jahr 2019 auf 9,4 Prozent im Jahr 2020. In Europa war der Anstieg sogar noch deutlicher – von 3,6 Prozent im Vorjahr auf 8,1 Prozent. Diese Verschiebungen sind ein weiterer Beleg für die wachsende Bedeutung von Fremdkapitalprodukten für Investoren.

Dry Powder global bei gut neun Prozent

Zum ersten Mal erfasst der Fund Manager Survey Daten zum Dry Powder der Fondsmanager, um den Zustand der Branche in Bezug auf das gesamte vertraglich zugesagte Kapital von Investoren zu bewerten. Die Studie zeigt ein Gesamtvolumen von 195 Milliarden Euro an Dry Powder oder 9,3 Prozent des gesamten globalen Immobilienvermögens basierend auf der 64-prozentigen Stichprobe der Befragten zu dieser Frage. Dies sei ein gesundes Ergebnis und bestätige die Stärke des Interesses und der Investorennachfrage nach globalen Immobilien. Sowohl das obere und das dritte Quartil der Befragten halten jeweils konstant acht bis neun Prozent des Dry Powders.

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