Traditionelle Anlagen
3. März 2020

Wochenverlust des Dow Jones historisch im Rahmen

Corona-Crash „nur“ auf Platz 12. Hedgefonds und Wandelanleihen dämpfen Verluste.

Der Corona-Virus hat auch die Aktienmärkte infiziert. Innerhalb einer Woche verlor der Stoxx Europe 600-Index etwa zehn Prozent und ist damit wieder auf dem Stand vom Oktober 2019. Der S&P500 gab sogar etwa zwölf Prozent nach. Zur Einordnung, beziehungsweise ein schwacher Trost: Für den Dow Jones lief es in den vergangenen 100 Jahren auf Wochenbasis auch schon elfmal schlechter. Der bislang stärkste Rückgang war mit 18 Prozent am zehnten Oktober 2008 gegeben, gefolgt vom 21. Juli 1933 mit 16 Prozent und vom 21. September 2001, als ein Verlust von 14 Prozent zu verzeichnen war.

Zum Schlusskurs am 28. Februar war für die vergangene Woche im Dow ein Minus von 11,26 Prozent zu verbuchen. Im Tief summierten sich am Freitag die Wochenverluste jedoch auch kurz einmal auf 14 Prozent, womit der Corona-Crash in die Top5 der höchsten Dow-Verluste auf Wochenbasis aufgerückt wäre. Am 23. Oktober 1987 war ein Verlust von 13 Prozent zu konstatieren. Diese Daten präsentiert der Online Broker IG Europe.

Für Investoren, die Aktien-Exposure über Index-Strategien wie ETFs gewählt haben, war es eine besonders harte Woche. Keine Immunisierung gegenüber dem Coronavirus aber einen geringeren Ansteckungsgrad versprechen dagegen Hedgefonds, Minimum-Volatility-Ansätze und Wandelanleihen.

Wie Institutional Investor berichtet, verlor der Index, der Equity Hedge Funds abbildet, dieses Jahr Stand 26. Februar zwei Prozent, der MSCI World Index dagegen 4,2 Prozent. Allerdings können gerade bei Hedgefonds die Ergebnisse stark vom Index abweichen.

Genauere Daten kommen von der HFRI-I Liquid-Index-Familie. Demnach verlor der HFRI-I Liquid Alternative Ucits Equity Hedge Index im Februar 2,55 Prozent. Der HFRI-I Liquid Alternative Ucits EH: Equity Market Neutral Index 1,01 Prozent. Keiner dieser Indizes schloss den Februar im Plus ab. Den geringsten Verlust verzeichnete der HFRI-I Liquid Alternative Ucits Relative Value Fixed Income-Corporate Index mit einem Minus von 0,39 Prozent.

Das Minus de MSCI-World-Minimum-Volatility-ETF von I-Shares konnte dagegen seine Anleger kaum schützen. Das Minus betrug in der vergangenen Woche neun Prozent. Allokiert sind in den Fonds 4,4 Milliarden Euro.

Wandelanleihen verloren in der vergangenen Woche gemessen am SPDR Thomson Reuters Global Convertible Bond Ucits ETF sieben Prozent. Year-to-Date ist noch ein Plus von 2,6 Prozent zu verzeichnen.

Profitiert haben von dem Crash dagegen Bundesanleihen. Je nach Laufzeit fuhren Kreditgeber des Bunds unterschiedlich hohe Kursgewinne ein.

Version vom 4. März

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