Wolfram Gerdes verlässt die Kirchlichen Versorgungskassen

Wolfram Gerdes setzt sich im kommenden Jahr zur Ruhe. Seine Nachfolge übernimmt zum 1. März 2027 Katharina Grisar. Bilder: KZVK Dortmund.
Es ist das Ende einer Ära und ein spannender Karriereschritt für seine Nachfolgerin. Wolfram Gerdes, promovierter Mathematiker und eine Autorität im institutionellen Anlagegeschäft, zieht sich zurück.
Bei den Versorgungskassen KZVK und VKPB steht ein Vorstandswechsel ins Haus. Der seit 2011 amtierende Vorstand für Kapitalanlagen und Finanzen, Dr. Wolfram Gerdes, geht zum 28. Februar 2027 in den Ruhestand. Seine Nachfolge übernimmt zum 1. März 2027 Katharina Grisar. Sie leitet die Abteilung Unternehmenssteuerung der beiden Kassen.
„Mit Katharina Grisar tritt eine ausgewiesene Expertin aus den eigenen Reihen in den Vorstand, die unsere Organisation, unsere Anlagestrategie und die besonderen Anforderungen der kirchlichen Altersversorgung seit vielen Jahren kennt“, sagt der amtierende Vorstand Gerdes mit Blick auf seine auserkorene Nachfolgerin. „Ich wünsche ihr schon jetzt alles Gute und viel Erfolg in der neuen Position.“
Hans-Rudolf von Campenhausen, Vorstand für Leistung und Verwaltung bei KZVK und VKPB, äußert sich wiederum über die Arbeit seines scheidenden Vorstandskollegen: „Mit seinem strategischen Weitblick und seiner Expertise hat Dr. Wolfram Gerdes die Kapitalanlage von KZVK und VKPB nachhaltig geprägt und wichtige Weichen für die Zukunft gestellt.” Für die Nachfolge sieht von Campenhausen KZVK und VKPB gut aufgestellt: „Mit Katharina Grisar haben wir eine ausgezeichnete Nachfolgerin gefunden. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Vorstand.“
Zwei Kassen unter einem Dach
Die KZVK (Dortmund) und die Gemeinsame Versorgungskasse für Pfarrer und Kirchenbeamte der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche AöR (VKPB) arbeiten seit 1998 in einer Organisationsgemeinschaft zusammen. In dieser Konstellation nehmen sie alle gleichartigen Aufgaben gemeinsam wahr. Die Entscheidung für Katharina Grisar wurde laut einer Pressemitteilung von den Verwaltungsräten der KZVK und der VKPB nach einem offenen Auswahlverfahren getroffen.
Mathematiker mit einem Faible für Geldanlagen
Wolfram Gerdes blickt auf einen facettenreichen Lebenslauf zurück, bei dem die professionelle und langfristige Kapitalanlage in der einen oder anderen Form immer im Mittelpunkt gestanden hat. Nach Stationen bei Allianz Leben, Allianz Global Investors, Cominvest und der Württembergischen Versicherung wechselte er 2011 zu den Kirchlichen Zusatzversorgungskassen nach Dortmund.
In seiner beruflichen Laufbahn hat der studierte Mathematiker nicht nur unzählige Anlageentscheidungen durchgespielt, sondern auch Veranstaltungen von portfolio institutionell und der institutionellen Kapitalanlageszene bereichert. Einen Höhepunkt erreichte seine Karriere 2013.
Damals nahm Gerdes gemeinsam mit seinem früheren Mitstreiter, Dr. Peter-Henrik Blum-Barth, gleich zwei Awards von portfolio institutionell in den Kategorien „Bestes Versorgungswerk“ und „Beste Pensionskasse/Zusatzversorgungskasse“ entgegen. In der jüngeren Vergangenheit (2023) äußerte er sich im Interview mit Patrick Eisele, dieses Jahres trat er beim Asia Day des Beraters Faros auf, und auch in einem Podcast mit Jens Kummer meldete er sich wie immer nuanciert zu Wort.
Zwei Kassen unter einem Dach
Hauptaufgabe der KZVK ist es seit 1955, die Betriebsrenten ihrer Versicherten zu gewährleisten. 214 Mitarbeiter betreuen circa 3.200 beteiligte Arbeitgeber, rund 655.000 Versicherte und 115.000 Rentnerinnen und Rentner.
Die VKPB wiederum sichert seit 1971 die Versorgungsansprüche von Pfarrerinnen und Pfarrern sowie Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamten. Ihre 89 Mitarbeiter kümmern sich um etwa 2.760 Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Kirchenbeamte im aktiven Dienst sowie rund 5.120 Versorgungsempfänger. Zusammen betreuen KZVK und VKPB Kapitalanlagen mit einem Marktwert von aktuell gut 20 Milliarden Euro.
Autoren: Tobias BürgerSchlagworte: Personalien
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