Awards
16. November 2020

Zwei Kommunen werden zum Premierengewinner

Mit Sebastian Dusch für die Stadt München sowie Doris ­Hagemann für die Alte Hansestadt Lemgo konnten so gleich zwei glückliche ­Siegerinnen und Sieger ihren Award entgegennehmen.

Die 14. portfolio institutionell Awards konnten mit einer bedeut­samen Premiere aufwarten, denn erstmals wurden in einer ­weiteren ­Kategorie auch kommunale ­Anleger ausgezeichnet. Die Jury freute sich gleich im ersten Jahr über eine große Bandbreite an ­Bewerbungen für die neue Kategorie, welche von Großstädten mit drei bis vier­stelligen Millionenbeträgen bis hin zu kleineren ­Kommunen reichte, die nur über ein kleines Team und wenige ­Ressourcen verfügen. Der Preis wurde durch ­BlueBay Asset Management, vertreten durch Steven Bayly, ver­geben.

Die Botschaft der Jury aus Alexander Etterer (Rödl & Partner), Ernst Wittmann (Stiftungsverwaltung an der LMU München), Stefan Knauth (Stadtkasse Eschborn) und ­Christian Hammes (Eta Family Office): Die professionelle Ausrichtung hat nicht zwangsläufig mit der ­Größe der ­Kommunen zu tun. Gewaltiges Kopfzerbrechen, wie Jury-­Vertreter Dr. Christoph ­Mecking vom Institut für Stiftungsberatung auf der Bühne ausführte, führte dann gleich zu einer zweiten Premiere: Erstmals wurden mit der Alten Hansestadt ­Lemgo und die ­Landeshauptstadt München gleich zwei Sieger ausgezeichnet. Ein Grund war, dass die ­Kommunen sehr unterschiedliche Größen besitzen. Besonders die kleinere der beiden ­Kommunen habe gezeigt, dass die profess­ionelle Organisation der kommunalen Geldanlage nicht mit der Größe der Kommune ­selber oder mit der Höhe des Anlagekapitals zu tun hat, so die Jury. Nur ein Award-Gewinner hätte somit ein ­falsches Signal für die Zukunft dieser jungen Kategorie gesetzt.

Die Stadt München überzeugte die Jury durch ­Nachhaltigkeit in der Anlagestrategie, durch ihre Fachexpertise, ­Risikocontrolling, technische Ausstattung und niedrige Gesamtkosten. Die Stadt München habe in guten Zeiten Geld angespart, so Dusch, werde aber wohl Pandemie-bedingt künftig ­wieder stärker vom Asset Management ins Debt Management wechseln ­müssen. Im Falle Lemgos hob die Jury hervor, dass die Stadt bereits vor über zehn Jahren einen Pensionsfonds ins Leben gerufen habe, um sich und den Bürgern künftige Unterfinanzierungen zu ersparen. Die Entscheidung, einen Pensionsfonds ins Leben zu rufen, reifte im ­Zuge der Umstellung der Rechnungsführung von der Kameralistik auf die Doppik. Für die ­Umsetzung habe man weitest­gehend Neuland besch­reiten müssen, so Doris Hagemann. Ihr ­Gewinn sollte kleinere Kommunen für das nächste Jahr zu einer Bewerbung ermuntern.

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